Stolpersteine Gemünd, Friedensgebet

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

lieber Herr Rabbiner Bohrer, lieber Pfarrer Schumacher und Pfarrer Cuck,

liebe Hanna, lieber George,

SHALOM!

Zu Beginn unserer heutigen Feier der Erinnerung an die jüdischen Bürger Gemünds in der 800jährigen Ortsgeschichte möchten wir dieses Friedensgebet miteinander halten. Wir möchten damit sichtbar deutlich machen, dass wir, Juden und Christen, anglikanisch, evangelisch oder katholisch, in Frieden und gegenseitiger Wertschätzung leben möchten. Über alle Unterschiede hinweg eint uns die gemeinsame Würde des Menschseins, sind wir Gottes Ebenbild und Kinder des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs.

Liebe Hanna, Dein Glaube an diesen menschenfreundlichen Gott hat Dich Dein Leben lang getragen. Obwohl Deine Familie hier in Gemünd von einigen angefeindet wurde, obwohl Deine Eltern Amalie und Markus und Dein Onkel Georg von Deutschen ermordet wurden, bist Du zurückgekommen mit dem Wunsch, die Hand zur Versöhnung zu reichen und Frieden zu bringen. Ich freue mich sehr für Dich, dass wir diese Feier heute erleben dürfen.

Lieber Herr Rabbiner Bohrer, es ist für uns eine große Ehre, dass Sie heute als Vertreter der jüdischen Synagogengemeinde Aachen gekommen sind, dass wir gemeinsam mit Pfarrer Cuck und Pfarrer Schumacher Gott die Ehre geben, dass Sie unser Bemühen unterstützen, auch die friedlosen Zeiten des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht zu vergessen.

Die NS-Zeit und der Holocaust haben deutlich gezeigt, wie bedroht der Frieden ist, wie zerbrechlich das „SHALOM“. So wird es gleich in Psalm 74 geschildert. Deshalb möchten wir mit diesem Gebet auch ein sichtbares Zeichen setzen, wie wichtig es ist, sich für diesen Frieden immer wieder einzusetzen.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir danken Ihnen, dass Sie gekommen sind. Herzlich möchten wir Sie zu unserem christlich-jüdischen Friedensgebet begrüßen. SHALOM!

Dank:

  • Rabbiner Bohrer, Pfr. Cuck, Pfr. Schumacher
  • Cantemus, Familie Ströder
  • Familie Wergen für Friedenstauben, die nun wieder auf dem Weg zurück nach Broich sind
  • Herrn Wurst für Technik und Organisation

Wir sind nun eingeladen zu einer Stärkung ins Kurhaus, wo um 15.30 Uhr dann die Feier der Erinnerung an die jüdischen Nachbarn in Gemünd stattfindet.

Stolpersteine Gemünd, Kurhaus 23.6.2013

Begrüßung

Sehr geehrte Damen und Herren,

  • Sie sehen: zur Begrüßung stehen heute viele Menschen vor Ihnen: wir sind ein breiter Kreis. Viele haben sich eingesetzt in der Vorbereitung, Recherche und Organisation dieser Stolperstein-Initiative. Uns war es wichtig, dieses Miteinander auch sichtbar zu machen.
  • Wir freuen uns als Arbeitskreis Stolpersteine, dass die Erinnerung an die jüdischen Nachbarn in Gemünd eingebettet ist in die 800-Jahr-Feier des Ortes und wir diese Feier gemeinsam mit der Gemeinschaft Gemünder Vereine veranstalten mit ihren Vertretern Dietmar Krumpen und Reiner Dahmen.
  • Wir haben in den letzten 1,5 Jahren viel Unterstützung erfahren: durch den Rat und die Verwaltung der Stadt Schleiden (insbesondere durch Herrn Glodowski), durch die Gemeinschaft der Gemünder Vereine (besonders durch Manfred Müller und Christoph Kammers), Städtisches Gymnasium und Realschule, die Kirchen, durch Paten und Spender und viele weitere Personen.
  • Wer heute leider nicht mit hier vorne stehen kann ist Herr Rudolf Gehrke, der so viele wichtige Beiträge zur Geschichtsrecherche geliefert hat und ganz plötzlich vor wenigen Wochen gestorben ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Arbeitskreises Stolpersteine und der Gemeinschaft Gemünder Vereine möchte ich Sie heute herzlich hier begrüßen. Wir freuen uns, dass Sie gekommen sind, um die jüdischen Nachbarn zu ehren, die hier in Gemünd gelebt haben.

Ganz besonders freue ich mich, unseren Ehrengast begrüßen zu dürfen:

  • Frau Hanna Miley aus Phoenix, USA, Schirmherrin der 800-Jahr-Feier, die begleitet wird von ihrem Mann George, von Freunden aus den USA und Europa. Dear Hanna, dear George, dear friends of Hanna and George, heartily welcome to Gemünd. We are very glad, that you are here with us. Your coming is a great blessing for our town.
  • Herzlich begrüßen möchten wir auch Herrn Rabbiner Mordechai Bohrer von der jüdischen Synagogengemeinde Aachen, Herrn Bürgermeister Meister und die Mitglieder von Rat und Verwaltung sowie die Mitglieder und Vertreter der Gemünder Vereine, unter ihnen die Schützen, die durch ihr Kommen besonders ihre beiden ehemaligen jüdischen Mitglieder, Albert Wolff und Markus Zack, ehren möchten.

Wir möchten mit unserer Initiative den Menschen jüdischen Glaubens wieder einen Namen, einen Ort geben, die vor über 70 Jahren aus diesem Ort vertrieben, verfolgt und vielfach ermordet wurden. Diese Menschen sollen wieder unter uns sein, sichtbar, mitten im Ort. Dies wird nun durch Herrn Wurst, Frau Lottermoser, Herrn Stüber und die Schüler des Städtischen Gymnasiums Schleiden geschehen.

Liebe Hanna,

es ist mir eine Ehre, nach dieser wunderbaren Präsentation des Projektkurses Dich nun als Ehrengast unserer Feier und als Schirmherrin der 800-Jahr-Feier nach vorne bitten zu dürfen. Du hast Dich bereit erklärt, Deine Rede auf Deutsch zu halten, Deine Muttersprache, damit alle sie verstehen können, auch wenn Du im Sprechen des Deutschen nicht mehr so geübt bist. Du hast Deine Rede in Englisch vorformuliert, sie wurde dankenswerter Weise von Frau Claudia Wiedermann ins Deutsche übersetzt. Die Rede kann am Ende der Veranstaltung als schriftliche Kopie mitgenommen werden.

Verabschiedung

  • Dank an Mitwirkende und Unterstützer
  • Danke, dass Sie heute gekommen sind
  • Hinweis auf Stolperstein-Verlegung am 1.7. ab 10 Uhr in der Fußgänger-Zone in Gemünd
  • Hinweis auf Kollekte für die Arbeit der jüdischen Gemeine hier in der Region
  • Hinweis auf Buch-Verkauf von Thomas Morio
  • Hinweis auf Hand-Zettel Rede Hanna

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